Sächsische Wissenschaftler in der Nukleartechnik weltweit in der
1. Liga
Rund 100 Fachleute und Interessierte folgten am 27. Mai 2010 der Einladung der FDP-Landtagsfraktion zu derem 5. Technologieforum zum Thema "Nukleartechnik - Sächsische Spitzenforschung für sichere Anwendungen in Medizin und Technik" nach Dresden. Nach Fachvorträgen sächsischer Experten über den Forschungsstand zur Nuklearsicherheit, des Rückbaus und der Entsorgung von Nuklearanlagen, der Nuklearmedizin sowie die kerntechnische Ausbildung an der Hochschule Zittau/Görlitz diskutierte ein mit Fachleuten aus Forschung und Wirtschaft besetztes Podium.
Im Nachgang der Veranstaltung erklärt Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, technologiepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Innovationen werden stets gleichermaßen von Begeisterung wie Skepsis begleitet - Nukleartechnik ist das beste Beispiel dafür. Dieses Gebiet bietet ebenso große Chancen wie es leider immer noch ungerechtfertigte Ängste hervorruft. Zu sehr ist die Betrachtung auch immer noch auf die bloße Energiegewinnung verkürzt. Dabei ist die Anwendung von Nukleartechnik aus unserem Leben gar nicht mehr wegzudenken - ob das nun beispielsweise die Bestrahlung von Werkstoffen ist oder die diagnostische Medizin.
Unser Forum hat aufgezeigt, dass sächsische Wissenschaftler auf diesem Fachgebiet weltweit in der 1. Liga spielen. Der Forschungsstandort Sachsen ist in der Nukleartechnik sehr gut aufgestellt. Auch die Ausbildung des akademischen Nachwuchses an der Hochschule Zittau/Görlitz ist beispielhaft. Der Standort Sachsen bietet angehenden und jungen Nukleartechnikern beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg."
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Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.): Prof. Dr. Frank-Peter Weiß (Forschungszentrum Rossendorf), Dipl.-Ing. Udo Helwig (Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf), Gerold Quilitz (Gamma-Service Produktbestrahlung GmbH), Dan Hirschfeld (Moderation), PD Dr. habil. Günter Zschornack (DREBIT GmbH), Prof. Dr. Anke Traichel (Hochschule Zittau/Görlitz), Prof. Dr. med. Jörg Kotzerke (Universitätsklinikum Dresden), Prof. Dr. Andreas Schmalfuß (FDP-Landtagsfraktion)
Die Vortragenden und ihre Themen im Einzelnen:
- Prof. Dr. Frank-Peter Weiß, Direktor des Institutes für Sicherheitsforschung, Rossendorf Forschungszentrum: "Im Kern die Sicherheit - Sicherheit von Kernkraftwerken und was Forschung dazu beiträgt"
- Dipl.-Ing. Udo Helwig, Direktor des Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e.V.: "VKTA - Sächsische 'Kern'-Kompetenz bei Rückbau und Entsorgung"
- Prof. Dr. Anke Traichel, Fachbereich Maschinenwesen/Reaktor- und Anlagensicherheit und Projektleiterin Fachgebiet Kerntechnik/ Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik, Hochschule Zittau/Görlitz: "Energietechnisches Kabinett und Praxisorientierung - Aspekte der kerntechnischen Ausbildung an der Hochschule Zittau/Görlitz"
- Prof. Dr. med. Jörg Kotzerke, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie Dresden-Rossendorf (PET-Zentrum): "Nuklearmedizin hilft: Molekül-genau - Anwendungen in der Medizin"
An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben den Vortragenden auch Gerold Quilitz, Geschäftsführer der Gamma-Service Produktbestrahlung GmbH aus Radeberg, sowie PD Dr. habil. Günter Zschornack, CTO der DREEBIT GmbH aus Dresden teil.
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